„Ich mache meine Arbeit sehr, sehr
gerne“

Florian Witteborn, Disposition, Schnellecke Transportlogistik Braunschweig

Wie sind Sie zu Schnellecke gekommen?

„Ich bin seit 2013 bei Schnellecke. Ich habe hier nach dem Abitur eine Ausbildung zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistungen gemacht, in Wolfsburg und in Braunschweig. Dass es Logistik geworden ist, war eher zufällig, aber ich habe mich immer für Geographie interessiert und das hat schließlich auch eine Menge mit Logistik zu tun.

Für mich war wichtig, in einem relativ großen Unternehmen zu arbeiten, wo sich auch mehr Perspektiven eröffnen. Ich kannte Schnellecke vorher nicht, aber als ich mich darüber informiert habe, klang das sehr interessant und vielversprechend.“

Und dann sind Sie direkt an Ihren jetzigen Arbeitsplatz gekommen?

„Ja, nach Abschluss meiner Ausbildung bin ich in Braunschweig übernommen worden und direkt in die Disposition gekommen. Das fand ich auch gut, denn reine Papierarbeit ist nicht so meine Sache. In der Disposition kommen alle Aspekte des Kaufmännischen zusammen, und da wird letztlich auch das Geld verdient. Häufig wird deshalb auch vom „Herz“ einer Spedition gesprochen."

Was genau machen Sie?

„Wir sind etwa 20 Kolleginnen und Kollegen, die jeden Tag in Schichten von 6:00 bis 20:00 Uhr anwesend sind. In der Disposition braucht man Organisationstalent und muss gut kommunizieren können, denn wir sind ja so eine Art Bindeglied zwischen den Fahrern, den Lieferanten und den Kunden.

Ich arbeite mit insgesamt sechs Kollegen im Team für den Nahverkehr, jedem Team sind bestimmte Fahrer zugeordnet. Wir sitzen jeder vor mehreren Monitoren, weil viele Dinge gleichzeitig ablaufen. Wir sind ja praktisch für die Organisation des gesamten Transports in jeder Stufe verantwortlich. Auf der einen Seite gucken wir uns die Touren an, die Waren und die zur Verfügung stehenden Fahrzeuge. Auf einem zweiten Monitor beobachte ich die einlaufenden E-Mails, die fast alle immer sofort beantwortet werden müssen. Die Kunden fragen beispielsweise nach dem Status einer Anlieferung, aber es gibt auch Anfragen, ob wir auf der Rückfahrt wieder Ware mitnehmen können. Das muss immer unverzüglich entschieden werden. In einem weiteren Fenster habe ich die Routen im Blick, um zu sehen, ob die nach dem aktuellen Stand noch sinnvoll sind.

Parallel zum Tagesgeschäft machen wir die Planung für den kommenden Tag. Das heißt aber nicht, dass wir dann weniger zu tun haben. Es gibt so viele Faktoren, die die Touren beeinflussen, da sind wir jeden Tag wieder aufs Neue gefordert, schnelle und ungeplante Lösungen zu finden. Die Ursachen dafür sind ganz verschieden, von einer unangekündigten Betriebsversammlung bei einem Lieferanten, durch die sich das Beladen verschiebt, bis hin zum Stau oder einer nicht rechtzeitig erfolgenden Entladung der Ware.

Die Arbeit, die ich mache, lässt sich häufig auch nur im Team lösen, alleine wäre man da oft aufgeschmissen. Wir informieren uns ständig gegenseitig und stehen im permanenten Austausch. 

Außerdem gehört es zu meinen Aufgaben, jeden Tag Touren an Dritte weiterzuverkaufen, damit überschüssige Ladungen termingerecht zugestellt werden können. Dafür gibt es spezielle Portale, wo die Auftragsabwicklung ziemlich kurzfristig erfolgt.  Im Gegenzug kaufen wir auch Ladungen ein, um unsere Fahrzeuge auf allen Strecken komplett auszulasten und um Leerfahrten zu vermeiden.“

Macht Ihnen Ihre Arbeit Spaß?

„Insgesamt ist es schon ein ziemlich stressiger, aber auch ein sehr abwechslungsreicher Job, denn wir sorgen letztlich dafür, dass alle Transporte pünktlich ans richtige Ziel gelangen. Und ich mache das sehr, sehr gerne. Mein Ziel ist, irgendwann auch mal Mitarbeiterverantwortung zu übernehmen, deshalb studiere ich nebenbei noch Betriebswirtschaftslehre.“

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